Pferd des Monats November

Nelson’s Diamont

Züchter: ZG Jens und Anke Koch, Kraftsdorf
Besitzer: ZG Jens und Anke Koch, Kraftsdorf

Pferd des Monats November: Nelson’s Diamont ▪ Foto: Copyright © K. Weigel

Pferd des Monats November: Nelson’s Diamont ▪ Foto: Copyright © K. Weigel

Speyksbosch Nelson
DE 302021669891
Julio Mariner xx Blakeney xx
Vita Nova’s Nancy Downland Folklore
Rakt’s Kity
DE 302023372394
Woldberg’s Bart Colbeach Inkerman
Sweet Cindy Blethni Puck

In den vergangenen Tagen endete Tagen für die Turnierreiter die diesjährige grüne Saison und viele Pferde wurden in die wohlverdiente Winterpause entlassen. So auch Nelson’s Diamont, unser Pferd des Monats November. Der Reitponyhengst aus der Zucht und dem Besitz von Jens und Antje Koch aus Kraftsdorf kann auf eine in jeder Hinsicht erfolgreiche Saison zurück blicken. Denn nachdem er sich unter Josefine Franke auf den regionalen Turnieren für das Bundeschampionat der Vielseitigkeitsponys und das der fünfjährigen Springponys qualifizieren konnte, schaffte er in Warendorf in beiden Wettbewerben den Sprung ins Finale. Die Schülerin aus Weimar steuerte den Fuchshengst im finalen Springparcours auf Platz elf. Bei den Vielseitigkeitsponys landeten die zwei auf Platz sieben. Zuvor gewannen sie in Lengenfeld, Buttstädt, Oldisleben und Farchheim in Springpony- und Stilspringen, Bronze gab es beim Nachwuchschampionat der Springponys in Lengenfeld. Vor wenigen Wochen wurde Nelson’s Diamont in Oberpörlitz bei der Zuchtschau Rassesieger der Reitponys. Die süddeutsche Anerkennung und Prämierung in Alsfeld machte das erfolgreiche Jahr für den 2015 in Prussendorf gekörten Fuchshengst rund.
Jens und Anke Koch kauften die Mutter Rakt’s Kitty, eine Welsh B- Stute, 2003 tragend von der Hengststation Bodethal. Das Fohlen, ein von Speyksbosch Nelson abstammender Vollbruder zu Nelson’s Diamont mit Namen Bodethal’s Nobel Man, wurde 2007 Reservesieger der Mitteldeutschen Ponykörung und ist sowohl züchterisch als auch sportlich aktiv. Aus der Mutter stammen in Anpaarung mit Speyksbosch Nelson eine ganze Reihe weiterer Spitzenponys. Darunter die im internationalen Ponysport hocherfolgreiche Bodethals Kosima, 2006 Bundeschampioness der 4jährigen Reitponys. Oder Naseweiss, der 2012 beim Ponychampionat in Lengenfeld Vize-Landesmeister wurde und unter Linda Anhalt in diesem Jahr bis zur mittelschweren Klasse platziert war. Die aus gleicher Anpaarung stammende Bodethal’s Kaprice stellte bei der diesjährigen Frühjahrskörung in Österreich einen gekörten Sohn v. Schierensees Marillion namens Magic Mike. Dreamer, ein von Dance Star AT abstammender Hengst aus der Rakt’s Kitty, war Siegerhengst in Prussendorf, 2014 Vize Champion beim Ponychampionat in Lengenfeld, nahm dreijährig am Bundeschampionat teil und gewann vor kurzem seinen 30 Tage Test.
Da der bisherige Augenmerk für Nelsons Diamont auf der sportlichen Karriere lag, gibt es noch nicht so viele züchterische Erfolge zu verbuchen. In diesem Jahr stellte er ein Championatsfohlen. Im nächsten Jahr ist der Hengst sechsjährig und soll mit Josi Franke noch einmal die Bundeschampionatsqualifikation angehen. Zuvor haben interessierte Züchter in Kraftsdorf die Möglichkeit, ihn auch züchterisch zu nutzen.

Text ▪ Foto: K. Weigel

Pferd des Monats Oktober

Tara

Züchter: Christiane Herzberg-Kaufung, Kirchworbis
Besitzer: Christiane Herzberg-Kaufung, Kirchworbis

Pferd des Monats Oktober: Tara Foto: Copyright © B. Placzek

Pferd des Monats Oktober: Tara ▪ Foto: Copyright © B. Placzek

Epilog
DE 467670969202
Epomeo Epos
Eileen Vagand
Tausendschöns Träumerin
DE 455670228908
Lord Brown Lord I
Tausendschön Erbe

Unser Pferd des Monats Tara kann man als wirklichen Senkrechtstarter bezeichnen. Siegerin der Elitestutenschau und Zweitplatzierte ihrer Leistungsprüfung 2015, Bundeschampionatsfinalistin 2016, Bundeschampioness 2017 und wenige Wochen später nun noch Vizeweltmeisterin der jungen Fahrpferde. Schon bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt bei der Eliteschau in Wolfersdorf 2015, die sie als strahlende Siegerin verließ, erkannte Juror Christoph Günther die Vorzüge der auffällig gezeichneten Braunen. „Eine solche Stute wünscht man sich im Einspänner vor der Kutsche! Eine wirklich außergewöhnliche Bewegungsstute, die man hoffentlich im nächsten Jahr beim Bundeschampionat in Moritzburg wiedersehen wird.“ Gesagt, getan gab die Züchterin und Besitzerin Christiane Herzberg- Kaufung ihre Stute in die Ausbildung zu Karl- Heinz Finkler. Der stellte sie 2016 beim Bundeschampionat in Moritzburg vor, gewann dort auf Anhieb mit 8,42 die Finalqualifikation und belegte am Ende Rang fünf. 2017 wiederholte das Paar den Sieg in der Qualifikation am Freitag, diesmal vergaben die Richter 8,5. Im Finale lag die Grundnote der Richter bei 8,75. Begeistert zeigte sich auch Fremdfahrer Christian Koller. Er lobte die Geschmeidigkeit, Arbeitswilligkeit der Stute, 9,5 lautete seine Einschätzung. Am Ende stand Karl- Heinz Finkler stellvertretend für sein Pferd ganz oben auf dem Treppchen. Auch im Finale der WM in Mezöhegyes gewannen die Beiden die erste Qualifikation und die finale Dressur.
Interessant ist ein Blick in Taras Pedigree, denn sie entstammt dem in Thüringen züchterisch sehr bedeutenden Stamm der Barbara von Hermstedt. Familie Trost aus Geismar erwarb kurz vor der Wende von der LPG Heiligenstadt ein Stutfohlen, die Centimo- Tochter Thea. Deren Tochter Tausendschön v. Erbe, immernoch zuchtaktiv bei Familie Trost, ist Halbschwester zur Bundeschampioness und Weltmeisterin Tessa v. FST Valerius, die mit Marlen Fallak nach wie vor zu den besten Einspännerpferden der Welt zählt. Tausendschöns 2008 geborene Tochter Tausendschöns Träumerin, Taras Mutter, wurde als zweijährige an Christine Herzberg-Kaufung verkauft. Die zog aus ihr bislang vier Fohlen, zuletzt zwei tolle Hengstfohlen v. Estephan.
Taras Stärken liegen in den Grundgangarten und damit in der Dressur. Beweisen konnte sie das sogar schon unter dem Sattel, denn mit ihrem Ausbilder Karl- Heinz Finkler gewann sie in Moritzburg im vergangenen Jahr auch die Reitpferdeprüfung für Schwere Warmblüter. Natürlich haben nicht nur die Grundqualitäten, sondern auch die Art und Weise der Ausbildung Einfluss auf die Entwicklung und die Erfolge eines Pferdes. Im Falle von Tara, die bei einem der besten Fahrpferdeausbilder Deutschlands in die Lehre gehen durfte, steht das außer Frage. Wünschen wir ihr, dass immer ein guter Fahrer auf ihrem Bock Platz haben wird.

Text: K. Weigel ▪ Foto: B. Placzek

Pferd des Monats September – Calvador

Calvador

Züchter: Reiterhof Müller, Baschütz
Besitzer: Dagmar Cramer, Radebeul

Pferd des Monats September: Calvador Foto: Copyright © Daniel Kaiser

Pferd des Monats September: Calvador ▪ Foto: Copyright © Daniel Kaiser


Campari M
333-3307648-88
Carprilli Calypso I
Whenever Weltmeister
Dornbraut H
305-0550729-80
Lenz Leuchtfeuer
Dörte H Durchgang

Der Moritzburger Voltigierer Erik Oese wurde vor wenigen Wochen im österreichischen Ebreichsdorf Europameister im Einzelvoltigieren. Im Pferdesportpark Magna Racino war er auf seinem in Sachsen gezogenen, vierbeinigen Partner Calvador nicht zu schlagen. Schon im Laufe der Saison meldete Oese mit Siegen bei internationalen Turnieren in Italien und Wiesbaden seinen Anspruch auf eine Medaille an. Im Juli landete er beim CHIO in Aachen, das er bereits zweimal gewinnen konnte, auf Rang zwei. Nach Silber bei den Weltmeisterschaften im Voltigieren in Le Mans 2012, Rang zwei bei der EM 2013 in Österreich und Bronze bei den Weltreiterspielen 2014 im französischen Caen feierte der 29jährige Gymnasiallehrer mit seinem 17jährigen Calvador somit den bislang größten Erfolg. Seit 2008 sind die beiden ein eingespieltes Team. Gezogen wurde der dunkelbraune Campari M- Sohn aus der Dornbraut v. Lenz bei Familie Müller aus Baschütz. Nach der Zeit der Aufzucht begann seine Ausbildung für den sportlichen Einsatz im Viereck und im Parcours. Fünfjährig wechselte er vom Züchter in den Besitz von Dagmar Cramer. Die Freitzeitreiterin aus Radebeul kam später auf der Suche nach einer Reitbeteiligung gemeinsam mit dem Voltigiertrainer Andreas Bäßler aus Moritzburg auf die Idee, Calvador doch einmal als Voltigierpferd auszuprobieren. Von der Größe her mit seinen 1,65m eher etwas zu klein, nahm der Wallach seine neue Aufgabe von Beginn an ernst und punktet durch seine gleichmäßige Galoppade. Hinzu kam seine liebenswerte Art und sein zuverlässiges Wesen. Das alles prädestinierte ihn dazu, schnell zu Erik Oeses erster Wahl zu werden. Aus züchterischer Sicht wäre Calvador eher eine Karriere unter dem Springsattel zuzutrauen gewesen. Der Vater Campari M war Oldenburger Landeschampion der Springpferde, süddeutscher Vize-Champion und anschließend im internationalen Springsport erfolgreich. Muttervater Lenz v. Leuchtfeuer war ein in der DDR stark frequentierter Hengst, der hannoversche Wurzeln hatte. Die Mutter Dornbraut, eine 1980 in der LPG Langenapel gezogene Dunkelbraune, brachte insgesamt 7 Fohlen, wovon drei im Sport erfolgreich waren. Calvadors Vollschwester Charity sammelte im Springsport bis Klasse M Erfolge. Bis zu ihrem fünften Lebensjahr war sie bei Familie Kölz beheimatet. In Anpaarung mit Con Capitol zog Werner Kölz den von Sohn Michael in den Sport gebrachten und bis S erfolgreichen Cuba Libre. Dornenbrauts Tochter Cosima v. Coriograf B war unter Paul Fleischer bis 2010 im Amateursport in Sachsen unterwegs. Calvador könnte sich im nächsten Jahr für seine zweiten FEI World Equestrian
Games qualifi zieren. 2018 fi nden diese Spiele in Tryon (USA) statt. Ein schönes Ziel für Pferd und Sportler.

Text: K. Weigel ▪ Foto: D. Kaiser

Pferd des Monats August – Santo Domingo

Santo Domingo

Züchter: Steffen Jahn, Wolfersdorf
Besitzer: Sächsische Gestütsverwaltung / Gestüt Sprehe

Pferd des Monats August: Santo Domingo ▪ Foto: Copyright © B. Placzek

Pferd des Monats August: Santo Domingo ▪ Foto: Copyright © B. Placzek

San Amour
DE 433330231804
Sandro Hit Sandro Song
Puppenfe Plaisir d’ Amour
Pinacolada
DE 467000247905
Fürst Heinrich Florestan I
Power Girl Royal Dance

Santo Domingo soll diesmal unser Titelheld in der Rubrik „Pferd des Monats“ sein. Mit seinem aktuellen Fohlenjahrgang konnte der Deutsche Sportpferdehengst aus der Zucht von Steffen Jahn aus Wolfersdorf wieder absolut überzeugen. Zudem bestätigte er vor wenigen Wochen mit dem erneuten Erfolg beim Landeschampionat in Burgstädt seine Qualitäten unter dem Sattel.
Aufgezogen wurde der ehemalige Finalist des Deutschen Fohlenchampionates in Lienen im Dressurstall Sandbrink im niedersächsischen Meinersen. Seine Besitzerin Frau Dr. Kerstin Klieber verkaufte den Hengst schon vor der Körung in die Besitzergemeinschaft Landgestüt Moritzburg und Gestüt Sprehe, wenig später zählte er dann in München zum Prämienlot und absolvierte im selben Jahr seinen 30-Tage-Test in Schlieckau. 2015 gab Santo Domingo ein beeindruckendes sportliches Debüt mit Siegen und hohen Platzierungen in Reitpferdeprüfungen. Er war unter Kay Pawlowska Reitpferdechampion von Sachsen-Thüringen in Burgstädt, Dritter im Süddeutschen Championat in Nördlingen und absolvierte auch den 70-Tage-Test in Schlieckau. 2016 war er altersgemäß höchsterfolgreich im Dressursport, wurde Landeschampion der fünfjährigen Dressurpferde und wiederholte damit seinen Erfolg vom vergangenen Jahr. Züchterisch wurde er in der Heimat gut frequentiert und lieferte in Sachsen und Thüringen in seinen ersten Jahrgängen zahlreiche Prämienfohlen, den Reservesieger und Viertplatzierten des Deutschen Fohlenchampionats in Lienen sowie mehrere Spitzenfohlen der Auktionen in Nördlingen und Vechta.
In diesem Jahr nun stellte er mit der Thüringer Vizechampioness der dressurbetont gezogenen Stutfohlen vom Gestüt Brethmühle ein Stutfohlen, das die hiesigen Farben zur Eliteauktion in Nördlingen vertreten wird. In Sachsen kam die Championess von der Sächsischen Gestütsverwaltung in Graditz, eine Tochter des Santo Domingo aus der Pina Colada von Millennium. Zweitbestes Fohlen war eine ebenfalls von Santo Domingo abstammende Stute, die der Zucht von Familie Weiland in Thalberg entspringt.
Im Juli wurde Santo Domingo in Burgstädt zum dritten Mal Landeschampion, diesmal bei den sechsjährigen Dressurpferden. Sein Mutterstamm ist einer der erfolgreichsten im gesamtdeutschen Zuchtgebiet. Besonders hervorzuheben ist die Ausnahmestute Poetin I, welche Bundeschampionesse, Bundessiegerstute und Weltmeisterin der jungen Dressurpferde wurde. Steffen Jahns Stute Pinacolada von Fürst Heinrich brachte in Anpaarung mit Sir Donnerhall das Auktionsfohlen Purble Sun, das 2009 mit 17.000 € zu den Teuersten in Nördlingen zählte und vierjährig Platz vier im Süddeutschen Reitpferdechampionat belegte. Der Vollbruder Santo Domingo II war im vergangenen Jahr Bronzemedaillengewinner beim Landeschampionat und wird derzeit von seiner Besitzerin Angela Dregger auf einen Start beim Bundeschampionat vorbereitet. In diesem Jahr führt Pinacolada ein tolles Hengstfohlen von Bon Coeur bei Fuß, dass ebenfalls zur Elite der verkäuflichen Fohlen in Nördlingen zählen wird.

Text: K. Weigel ▪ Foto: B. Placzek

Pferd des Monats Juli 2017 – Fierro

Fierro

Züchter: Häusliche Krankenpflege, Vierlinden
Besitzer: Familie Erbe, Krefeld

Pferd des Monats Juli: Fierro ▪ Foto: Copyright © M. Nilken

Pferd des Monats Juli: Fierro ▪ Foto: Copyright © M. Nilken

Fürst Wettin
DE 431316609006
Fürst Heinrich Florestan
Fayen Friedensfuerst
Equisa
DE 487100022702
Eskadron Espri
Laurie Lauries Crusador xx

Hagen gilt als das „Aachen der Jugend“ und lockt in jedem Jahr die junge Elite aus ganz Europa auf den Hof Kasselmann. Unser Pferd des Monats Fierro dominierte im Juni bei den Future Champions unter dem Sattel von Linda Erbe das Feld der Junioren U18. Die beiden gewannen mit der Mannschaft die Nationenpreiswertung am Donnerstag und lieferten gleichzeitig mit 75,81% auch das beste Einzelergebnis ab. Am Freitag siegten sie in der Finalqualifikation mit 75,96%. Gleichzeitig war das ihr insgesamt zehnte rM**-Sieg in der laufenden Saison. Am Samstag tanzten sich die beiden im Kür-Finale mit 78,04% auf Platz zwei. Auch bei der ersten EM-Sichtung in Wiesbaden gewann das Paar eine FEI M** Dressur. Beim Preis der Besten in Warendorf steigerten sie sich nach kleineren Fehlern am ersten Tag in der zweiten Wertungsprüfung und landeten noch auf dem Silberrang.
Dabei sind der erst siebenjährige Fürst Wettin- Sohn und seine 16-jährige Reiterin noch gar nicht lange ein Team, denn 2017 startet Linda zum ersten Mal in der Altersklasse der Junioren und damit bei den Großpferden. Zuvor war sie erfolgreich im Bundeskader der Ponyreiter und unter anderem Vizeeuropameisterin mit der Mannschaft. „Der Neustart mit dem jungen Pferd ist Linda geglückt,“ kommentierte Bundestrainer Hans-Heinrich Meyer zu Strohen den Ritt im Finale beim Preis der Besten. „Mit ihrem Können und ihrer Einstellung hat Linda es geschafft, auf Risiko zu reiten und ihr Pferd gleichzeitig sicher in der Anlehnung mit sehr viel Ausdruck zu präsentieren.“ Lindas Juniorenpferd Fierro stammt ab von Fürst Wettin aus der Equisa von Eskadron. Geboren bei Volkmar Heilfort in Dohna wechselte Fierro als Fohlen über Ludwig Ebermann zu Hengstaufzüchter Heinrich Ramsbrock nach Menslage. Im April 2016 kaufte Familie Erbe den Wallach von Ramsbrock, er war spät angeritten worden und zu dem Zeitpunkt auf einem dem Alter entsprechenden Ausbildungsstand. Unter der Obhut von Lindas Trainer Heiner Schiergen wuchsen die beiden schnell zusammen, testeten sich zunächst in Dressurpferdeprüfungen der Klassen A, L und M und schließlich auch in regulären M-Prüfungen aus, von denen sie einen Großteil gewinnen konnten.
Fierros Mutter Equisa v. Eskadron stammt aus der Zucht von Ludwig Ebermann, der 2009 auch die Anpaarungsempfehlung mit Fürst Wettin gab. Zur Welt kam Fierro bei Volkmar Heilfort in Dohna, der aus der Stute auch den 2015 gekörten und aktuell in Springpferdeprüfungen erfolgreichen Coles v. Colestus zog. Die Großmutter Laurie v. Lauries Crusador xx stellte mit Lord Laurie v. Lord Loxley einen 2008 in Hannover gekörten Hengst. Vater Fürst Wettin ist im Turniersport bis vor kurzem mit Andrea Hintsche und aktuell unter Kay Pawlowska siegreich in Prix St. Georg und platziert in Intermediare. Von Typ und Bewegungsdynamik her ähnelt Fierro seinem Vater sehr.
Im Juli steht nun noch die letzte, interne Sichtung für die Europameisterschaft in Rosendaal aus. Von ursprünglich 40 Anwärtern auf einen Platz im Team werden nur noch acht nach Warendorf eingeladen. Linda und Fierro sind natürlich dabei. Dann heißt es Daumendrücken!

Text: K. Weigel ▪ Foto: M. Nilken